
Was fällt dir als Erstes ein, wenn du an den Master E-Commerce denkst?
Viel Input – Der mich maximal auf die Arbeitswelt vorberbereit hat. Man erhält schon einen Rundumschlag.
Welches Modul hat dir am besten gefallen? Und warum?
Damals gab es die Vorlesungsreihe „Kundenmanagement“ (Anmerkung Redaktion: Die Veranstaltung heißt im neuen Curriculum „User Centered Design), die sich eher um alles rund um User Experience drehte. Diese Vorlesung war mit ausschlagebend dafür, dass ich mich beruflich für eben diese Branche entschieden habe. In Kombination mit der Reihe „Online Konsumentenverhalten“ und das daraus resultierende Forschungsprojekt, wurde dann ein Schuh draus. UX und Forschung sollte es sein – und ist es ja dann auch geworden.
Wie bist du zu deinem jetzigen Beruf gekommen?
Klassische Bewerbung auf eine offene Stelle. Was geholfen hat waren u.a. die Vorlesungen zu UX, Online Konsumentenverhalten und Sozialforschung. Das sind die Basics für UX Researcher. Hat natürlich auch nicht geschadet, dass ich mich in der Masterarbeit mit Personas und deren Erstellung beschäftigt habe – damit konnte ich meinen Forschungsdrang und meine Sicht auf Nutzer:innen unterstreichen.
Wie sieht bei dir ein normaler Arbeitstag aus? Welche Kenntnisse und Fähigkeiten, die du während deines Studiums erworben hast, wendest du bei deiner täglichen Arbeit an?
Einen typischen Arbeitstag gibt es als UX Researcher eigentlich nicht. Und das ist das Tolle daran! Jedes Forschungsprojekt ist unterschiedlich, es gilt immer wieder neue Forschungsfragen zu beleuchten und zu beantworten. Ich brauche diese Abwechslung. Die besten Tage sind die Interviewtage und die anschließende Analyse – Ich lerne mit jedem Interview etwas Neues.
Methodisch sauberes Arbeiten ist wahrscheinlich die Top-Kompetenz – ist ja immernoch Forschung… Aber auch so Basics wie UX-Heuristiken wende ich täglich an. Im Prinzpip kann man sagen, dass ich alles was ich im Studium gelernt habe, immer wieder anwende. Ist mir durchaus schon passiert, dass ich in einem Projekt mitgewirkt habe, bei dem ich von den theoretischen Grundlagen des Studiums profitiert habe. Auch wenn ich mir damals dachte, dass ich dieses Wissen niemals anwenden werde. Meine Kollegen haben schon nicht schlecht geschaut, als ich aus dem ff die Beziehung zwischen Käufer, Verkäufer und Plattformanbieter im Kontext von Marktplätzen und Vertrauen erklären konnte. ;P
Welche Erinnerungen hast du an deine Studienzeit?
Nur Gute! Hab es immer sehr begrüßt nebenher noch arbeiten zu können. Ich persönlich bin eher der pratische Typ – Klausuren liegen mir nicht so. Gerade Hausarbeiten oder Präsentationen waren voll mein Ding, dass es hier eine annähernde 50/50 Verteilung gibt hab ich immer genossen.
Rückblickend auf deine Studienzeit: Was möchtest du den Studierenden mit auf den Weg geben?
Wählt das Thema eurer Masterarbeit weise! Kann ein echter Türöffner sein! Entscheidet das echt auf Basis Eurer Interessen, nicht danach welches Thema einfacher „abzufrühstücken“ ist. Mit dem Thema der Masterarbeit zeigt Ihr potentiellen Arbeitgebern, wofür ihr steht und wie ihr Probleme/Herausforderungen löst. Oh, und gebt bei den Hausarbeiten und Präsentationen immer das Beste. Die kamen bei uns erstaunlich nah an die tatsächliche Arbeitswelt.
Was war das schönste Erlebnis im Studium, an das du dich erinnerst?
Das ist wahrscheinlich der Moment, als ich das erste mal meine gedruckte Masterarbeit in der Hand hatte und mir fast der Arm abgefallen ist. Aber auch die „Studienfahrt“ nach Hamburg ist mir positiv in Erinnerung geblieben. Oh und die Gruppendiskussion im Rahmen des Forschungsprojekts. Das war wirklich der Moment, wo es bei mir Klick gemacht hat – das will ich jeden Tag machen.